Zwergengruss


Hatha Yoga für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
 

Hatha Yoga und der Zwergengruss...

Yoga ist eine Lebensphilosophie, die auf der Erkenntnis beruht, dass alles mit allem verbunden ist ist.

Mein Schwerpunkt liegt im Hatha Yoga. Seit 1998 gebe ich regelmäßig Einzelunterricht für Kinder, Gruppenunterricht und Seminare. Yoga ist für mich keine Religion, sondern ein sportlicher Übungsweg, der von jedem Menschen erlernt werden kann.

Nun ein kleiner theoretischer Einblick in die Hatha Yogawelt.

Das Wort "Yoga" stammt aus der alten indischen Sprache des Sanskrits und bedeutet soviel wie das ANSCHIRREN oder ANJOCHEN von Zugtieren vor einen Wagen. Im Ursprünglichen meinte man damit das Anjochen der Sinne und Triebe, sowie die Bewusstwerdung dieser um Selbstfindung zu üben. Seit ungefähr 3000 Jahren haben sich in Indien verschiedene Yogatechniken herausgebildet.

Hatha-Yoga ist einer der populärsten Yogaformen im Westen. "Ha " steht für Sonne und "tha" für Mond. Im Hatha Yoga pendeln wir mit unserem Bewusstsein zwischen zwei Polaritäten und finden damit unwillkürlich die (unsere) Mitte.

Yoga ist grundsätzlich keine Religion, sondern ein Übungsweg und Zustand zugleich, der von jedem Menschen, ungeachtet seines Alters oder Gesundheitszustandes erlernt werden kann. Yoga ist keine starre Methode und kann, gelehrt durch eine/en erfahrene/n Yogalehrer/In, eine dem Menschen auf den Leib geschneiderte Übungsmethode werden.

Hatha Yoga ist deshalb so wertvoll, weil er eine ganzheitliche Methode darstellt, also eine Methode, die auf Kenntnissen der Zusammenhänge zwischen Körper, Geist und Seele beruht.

Die Bedeutung der Yogahaltungen (asanas) haben auf den Menschen dreierlei Auswirkungen: körperliche, psychische und spirituelle. Die körperlichen Auswirkungen zeigen sich in einer steigenden Beweglichkeit. Der Lymphfluß und die Verdauung werden angeregt. Auch der Blutkreislauf kommt in Bewegungen und schnell werden eigene körperliche Grenzen angenommen. Die psychischen Auswirkungen zeigen sich ebenfalls im Erkennen der eigenen psychischen Grenze. Durch das häufige Trainieren erkennt "Mensch" den Zusammenhang zwischen Körper und Geist. Der Übende vertraut seinem Körper und versucht Grenzen zu überwinden.Die spirituellen Wirkungen zeigen sich unter anderem in dem Erkennen der neuen Kräfte. Der übende kann diese Kräfte harmonisieren.

"Gesund, entspannter und geistig aktiv" durch Hatha Yoga!

Die Luft ist unser Hauptnahrungsmittel = pranayamasprana = Lebensenergie

ayama = Vergrößern

pranayama = Übung des Atems

Während der Ausführungen der asanas gibt es  einmal das unbewußte Atmen und das bewußte Atmen.

Die spezielle Atemübung bewirkt eine weitere Steigerung des eigenen Energiepotentials.

Hier gibt es vier Atemphasen:

  1. Einatmen (Frühling)
  2. Halten des Atems in der Fülle (Sommer)
  3. Ausatmen (Herbst)
  4. Halten des Atems in der Leere (Winter)

Die asanas und pranayamas sollten nur unter fachkundiger Anleitung trainiert werden und nicht einfach "nur mal so" ausprobiert werden. Eine kompetente Anleitung kann bei den Körperhaltungen sehr hilfreich sein und Verletzungen vorbeugen.

Wer sich schon mal mit Yoga allgemein beschäftigt hat weiß, dass alle Körperhaltungen (Asanas) langsam, konzentriert und in Verbindung mit der Atmung (Pranayama) durchgeführt werden. Mentale Fähigkeiten und seelische Befindlichkeiten stehen in Wechselwirkung mit dem Körperbewusstsein.

Wenn im Hatha-Yoga durch Körperübungen und bewusste Atmung die Entfaltung der körperlichen Fähigkeiten unterstützt wird, fördert dies zugleich die geistig-seelische Entwicklung.In einer Yogastunde lernen Kinder sich mit anderen zu messen.

Sie erleben den persönlichen Fortschritt und sind stolz darauf.In der heutigen Zeit, die von Leistungs- und Konkurrenzdenken geprägt ist, ist dies ein wichtiger pädagogischer Inhalt.

Die Wahrnehmungstabelle während einer Yogastunde:

1. Visuell:

  • Beobachtung der Bewegungsabläufe ( visuelle Figur- Grund- Wahrnehmung)
  • Einprägen von Bewegungsabläufen (Bewegungsgedächtnis)
  • In den Körper hineinsehen (Vorstellungsvermögen)
  • Visuelle Steuerung der Motorik (Orientierungsvermögen)
  • Visuelle seriale Merkfähigkeit (sehen der Bewegungsabläufe und Nachahmung in der richtigen Reihenfolge)

Visuell- motorische Koordination entwickelt sich aus taktil- kinästhetischen Erfahrungen verbunden mit visuellen Reizen. Hier wird das Zusammenspiel deutlich, dass die Fähigkeit entwickelt, visuelle Wahrnehmung in die Motorik zu übertragen.

2. Taktil- kinästhetisch:

  • Erspüren der Standfläche (Füße) oder der Auflagefläche des Körpers (Hautkontakt)
  • Halten des Gleichgewichts und erspüren der körperlichen Mitte (Gleichgewichtssinn)
  • Wechselwirkung von Muskelanspannung und Entspannung (Kraftdosierung, motorische Planung)
  • Stellung und Lage des Körpers wahrnehmen (Stellungssinn)
  • Erspüren von körperlichen Grenzen (Training im Bereich Frustrationstoleranz)
  • Automatisierung von Bewegungsabläufen
  • Lokalisierung von Schmerz- Koordination von Körper- und Atembewegung (taktil-kinästhetisch seriale Merkfähigkeit

3. Auditiv:

  • den Anweisungen der Yogatrainer/In folgen (Auditive Figur-Grund- Wahrnehmung)
  • Identifizieren und Lokalisieren von Geräuschquellen und Signalen
  • Auditiv motorische Koordination beim Ansagen von Bewegung, Atmung und dem Erfassen von rhythmischen Zusammenhängen
  • Auditiv-seriale Merkfähigkeit

4. Olfaktorisch, Gustatorisch:

  • Riechen der Duftlampen (auf Wunsch)
  • Verstärkter Speichelfluss